Montag, 18. Oktober 2010
Within Temptation - Angels
Lyrics:
Sparkling angel I believe
You were my savior in my time of need.
Blinded by faith I couldn't hear
All the whispers, the warnings so clear.
I see the angels,
I'll lead them to your door.
There's no escape now,
No mercy no more.
No remorse cause I still remember
The smile when you tore me apart.
You took my heart,
Deceived me right from the start.
You showed me dreams,
I wished they'd turn into real.
You broke a promise and made me realize.
It was all just a lie.
Sparkling angel, I couldn't see
Your dark intentions, your feelings for me.
Fallen angel, tell me why?
What is the reason, the thorn in your eye?
I see the angels,
I'll lead them to your door
There's no escape now
No mercy no more
No remorse cause I still remember
The smile when you tore me apart
You took my heart,
Deceived me right from the start.
You showed me dreams,
I wished they'd turn into real.
You broke a promise and made me realize.
It was all just a lie.
Could have been forever.
Now we have reached the end.
This world may have failed you,
It doesn't give you reason why.
You could have chosen a different path in life.
The smile when you tore me apart.
You took my heart,
Deceived me right from the start.
You showed me dreams,
I wished they'd turn into real.
You broke a promise and made me realize.
It was all just a lie.
Could have been forever.
Now we have reached the end.
Quelle: http://www.sing365.com, Stand 18.10.2010
Samstag, 2. Oktober 2010
Sôchin-Dachi
In einem meiner letzten Karate-Einheiten wurde in der Oberstufe die Kata "Sôchin" unterrichtet. Eine Kata die nicht, wie manche behaupten, von Funakoshi Yoshitaka entwickelt wurde, sondern lt. Kase Sensei schon viel länger existiert.
Eines der "Kennzeichen" dieser Kata ist der Sochin-Dachi, der bei der JKA i.d.R. mit dem Fudo-Dachi gleichgesetzt ist. Die Ausführung dieser Stellung kann sich je nach Stil, Verband oder auch nach Lehrmeister unterscheiden können. Basis des Sochin-Dachi (in der ersten Variante, in welcher sich bspw. die JKA übt) ist ein 45° schräger Kiba-Dachi bei dem der Protagonist den Körper zur Front des Gegners ausrichtet. Interessanterweise stammt diese Form des Sôchin-Dachi von M. Nakayama, während G. Funakoshi eine andere Form des Sôchin-Dachi erläuterte. Funakoshis Fusstellung basiert auf dem Zenkutsu-Dachi, bei dem das hintere Bein gebeugt und der vordere Fuß leicht eingedreht werden soll. [1] Das beide Varianten existieren kann man an einer Vielzahl von Bildern erkennen, die im Internet zu betrachten sind. [2]
So übt sich Sensei Ande Bertel in der zweiten Variante und orientiert sich (vermutlich) nicht nur an seinem verstorbenen Sensei Asai, sondern gleichfalls an Funakoshi G, während die Ausführung innerhalb der JKA deutlich abweicht.
Wird die Fußhaltung aus dieser Sicht betrachtet, ist es gleichgültig, wie Karatekas diese Fußhaltung einnehmen, oder etwa nicht? Welche der zwei Sôchin-Dachi ist nun richtig? Ich denke, dass hier eine eindeutige Antwort nicht gegeben werden kann. Aus der Sicht eines Karatekas, der das traditionelle Sportkarate ausübt, wird er sich im Sôchin-Dachi der JKA (Nakayama) üben. Jedoch denke ich, dass der gesundheitsbewusste und an der Kampfkunst interessierte Karateka eher zur Gichin Funakoshi-Variante greifen sollte.
Denn wenn es zwei Varianten (teilweise sogar mehr als zwei) des Sôchin-Dachi gibt, so sollte der Blick – abseits von wettkampfästhetischen Gesichtspunkten – auf die funktionale Körperhaltung und Bewegung gelenkt werden. Ist dies der Fall, so kommt man um die zweite Variante nicht herum.
So hat diese Variante verschiedene Vorteile, wie man auf den verschiedenen Bildern erkennen kann. Der erste Punkt umfasst die Funktionalität. So werden bspw. die Bänder im Außenknöchel deutlich weniger stark belastet als bei der "Kiba-Dachi"-Variante. Auch die Belastung der Knie ist, nach Aussage eines Arztes der ebenfalls Karate ausübt, enorm. Der zweite Punkt umfasst der Gesamtbewegungsablauf. Wie jedem Karateka bereits im Kihon beigebracht wird (werden sollte), sind jegliche überflüssige Bewegungen zu vermeiden. Hierzu zählt u.a. ein umsetzen des vorderen Fußes um sich korrekt nach vorne zu bewegen. Gerade dies ist bei der "Kiba-Dachi"-Variante nur bedingt möglich, wie bspw. der amtierende JKA All Japan Kata Champion Kurihara in seiner Darbietung beweist.
Dass besondere Belastungen gerade bei den Bändern auftreten wurde mir am Ende einer Trainingseinheit bestätigt, als sich ein Karateka dahingehend äußerte, dass diesem beide Außenbänder an den Füßen schmerzen würden.
Wie meinte mal ein Trainer/Sensei zum mir? "Korrekt ausgeübtes Karate ist gesund, falsches Karate schädigt den Körper."
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Edit: 28.10.2010
[1] vgl. Henning Wittwer, http://www.karate-news.de/smfalt/index.php?topic=2961.0, #8, Stand: 02.10.2010
[2] vgl. Andre Bertel, https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEh3EFxGTZFOGwYJ5Dwm0zqNKIMTqJqcK8WbgeXz-5miD5QPDV3a_csBuYj43eHLKEN-mSUYXndmvFptqgFmVzKFoVqg1BtewCklRjHfBANIQFHe-clUCET6UpNT3SY33TjI5iioAnXPI3I8/s320/sochin.jpg, Stand: 02.10.2010
vgl. Andre Bertel, https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiZuGy82cswDZyuyxd4BAkcECIvBKa8hxMa1FnjcspvFHWAcV01IjCBL3oGJXuie9792EWk3q_dx8SI53-yrYRqATOMkgWGukjpkS76S9A8Yjw0PW-AVn1ITRGsm6DJkLfBdIBYdC2T5zg/s1600-h/Andre+Bertel+Sochin+-+Usa+Jingu.+October+27th,+2009.JPG, Stand: 02.10.2010
[3] vgl. http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.jkawfs.co.uk/Jim_in_Sochin_Dachi.JPG&imgrefurl=http://www.jkawfs.co.uk/faq.htm&usg=__nb9XnFnfDs64esk8ScVlOPIaVhQ=&h=2472&w=3296&sz=345&hl=de&start=28&zoom=1&itbs=1&tbnid=LwX8hOiOD6Q1qM:&tbnh=113&tbnw=150&prev=/images%3Fq%3DSochin%2BDachi%26start%3D20%26hl%3Dde%26sa%3DN%26gbv%3D2%26ndsp%3D20%26tbs%3Disch:1
Donnerstag, 2. September 2010
We feed the world
Qualität hat ihren Preis! Und wenn das Auto ein spezielles Motorenöl benötigt, dann wird für das deutschen liebstes Kind tief in die Tasche gegriffen, damit auch ja das richtige Öl in der richtigen Menge eingefüllt wird.
Für uns, den westlichen Industrienationen, ist Luxus wichtig. Flatscreen TV (Flachbildfernseher), moderne, teuere Autos, teuere Reise aber auch Markenkleidung sind in den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten durchaus gängig um sich ggü. anderen abheben zu wollen. Das dies in fast jeder Gesellschaftsschicht stattfindet braucht nicht extra erwähnt zu werden. Was dem einen die "Levis" ist/war, ist dem anderen die "Rolex".
Und während wir gleichzeitig nach immer mehr Luxus streben und die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht (sei es innerhalb der eigenen Gesellschaft oder eben auf Kosten anderer Menschen in anderen Ländern bzw. Kontinenten -> vgl. Kik) scheinen sich viele Menschen nicht mehr über den Wert unserer Lebensmittel, das Benzin des eigenen Körpers, klar zu sein. Ähnlich wie bei Kik & Co. beuten wir lieber andere aus, damit wir neue "Billigprodukte" in uns hinein stopfen, die große Konzerne für uns produzieren. Konzerne und Unternehmen die statt Qualitätsware Zutaten austauschen und uns, den Verbrauchern, lieber den künstlichen Analogkäse statt echten Gauda zu verkaufen.
Ein Brötchen soll im besten Falle nicht mehr als 30 Cent kosten, 500g Putenschnitzel nicht mehr als 3 Euro. Entsprechend werden die Erzeugerpreise trotz Inflation niedrig gehalten während gleichzeitig das Einkommen der Landwirte sinkt. Sei es durch EU-Subventionen, sei es durch den Druck der Discountermärkte oder unser eigenem Kaufverhalten. Gilt doch seit langem das Motto: "Billig um jeden Preis". Das dieser Preis einen Einfluss auf unsere Gesundheit hat und wir die "Discount-Mania" u.U. mit unserem Körper bezahlen, ist uns scheinbar nicht bewusst.
Lassen Sie uns deshalb gemeinsam einen Blick in den nachfolgenden Film werden, der zwar weniger Action hat aber dafür vielleicht zum Nachdenken anregt.
Sonntag, 29. August 2010
Klassik II
Die Kritiker von Andre Rieu, welche vorwiegend unter den Fachleute zu finden sein werden, argumentieren, dass Rieu die von ihm gespielten Stücke falsch interpretiere. So verwende er Instrumente, die es zum Zeitpunkt der Komposition nicht gab. Und so habe ein ernsthafter Musiker auch heute die Musik nach den damaligen Gegebenheiten zu interpretieren und zu spielen.
Sie mögen recht haben, die Kritiker. Doch sollte Musik nicht vielmehr Freude bereiten?
Viel Spaß mit den folgenden Stücken:
Andre-Rieu - Im Krapfenwald (1997)
Andre Rieu - Petersburger Schlittenfahrt
Sonntag, 22. August 2010
Klassik I
Es gibt wohl kaum einen Menschen auf dieser Erde, der sich nicht für irgendeine Form von Musik interessiert, ganz gleich welchem Kulturkreis er angehört. Die klassische Musik nimmt dabei einen besonderen Platz ein. Einer der es versteht die klassische Musik nicht nur zu zelebrieren, sondern mit gleichfalls Begeisterung und Freude zu wecken ist Andre Rieu. Er versteht es, diese Musik auf eine erfrischende Weise mit einem verschmitzten Lächeln zu präsentieren und beweist, klassische Musik muss nicht ernst, bieder oder gar langweilig sein.
Als Beispiel für ein solches gelungenes Konzert sehen Sie nachfolgend zwei Clips aus einem Konzert in Schönborn und ich hoffe, Sie haben daran genauso viel Freude, wie ich.
Viel Vergnügen!
G'schichten aus dem Wienerwald
Der dritte Mann:
Freitag, 6. August 2010
„Die KiK-Story“
Kaufen Sie gerne bei Discountern? Beispielsweise auch bei KiK, dem Discounter für Textilien?
Vielleicht haben Sie es bereits meinen Artikel zu Kik (auf meinem alten) Blog gelesen, in dem die gängigen Geschäftspraktiken aus dem Jahre 2008 beschrieben wurden. Wie bspw. Mitarbeiter in den Kik-Filialen körperlich, seelisch und auch in Bezug auf Leistung auspresst wie eine Zitrone (vgl. hierzu: http://www.free-blog.in/Reigi/72350/Billig+um+jeden+Preis.html).
Nachdem "die Welt" bereits 2008 die niedrigen Löhne (5,20 €/Stunde) angeprangert hat, wurde das Unternehmen vom Amtsgericht in Dortmund zur Anhebung des Lohnes verurteilt [1]. Doch die Vorwürfe gegen den Textildiscounter gehen weiter. So wird hinter vorgehaltener Hand aber zwischenzeitlich auch in den Medien von regelrechter Spionage berichtet, bei denen die Vermögensverhältnisse von Mitarbeiter regelrecht durchleuchtet sein sollten. Die Grundrechte wie bspw. der Datenschutz scheinen in der Unternehmensphilosophie nicht vorhanden zu sein [2]
Auch die Gewerkschaft Ver.di zeigte bereits im Oktober 2009 auf, wie schlecht Kik nicht nur mit den Mitarbeitern innerhalb der BRD umgeht, sondern auch mit den Mitarbeitern, den Näherinnen, in Bangladesch. Unbezahlte Überstunden, Misstrauen durch unangekündigte Kontrollen, sittenwidrige Löhne etc. sind nur einige Kritikpunkte am Unternehmen. [3] Doch hat Kik aus all' den Klagen etwas gelernt? Möchte Kik überhaupt etwas daraus lernen oder verfolgen sie weiter die bisherige Geschäftspolitik?
Der NDR hat nun in einer Reportage nachgeforscht, wie die tatsächliche Lage im Unternehmen aussieht und ob Kik die in der Vergangenheit ausgesprochene Kritik sich zu Herzen genommen hat. Doch sehen Sie selbst:
Ein Beitrag, bei dem einem die Worte im Halse stecken bleiben.
Kik, ein Unternehmen, welches mit "sozialer Verantwortung" wirbt, sich ethisch und moralisch jenseits der Grenzen des guten Geschmacks bewegt. Pseudo-Prominente, denen das Schicksal der Näherinnen aus der 3. Welt gleichgültig ist und die die Wahrheit nicht hören wollen. Stattdessen ist die Welt im Glamour des Luxus wichtiger als die eigene persönliche Verantwortung die man als prominente Werbefigur an den Tag legt. Die Wirklichkeit zu hinterfragen? Wieso auch? Man hat ja versichert, dass alles in Ordnung ist. Wie naiv muss man heute sein, wenn man glaubt, dass solche Billigpreise nicht durch Ausbeutung von Menschen zu erreichen sind?
Und was können wir als Verbraucher tun?
Wenngleich es sich für einige jetzt seltsam anhören mag. Aber sparen und nachhaltige Qualität in Fachgeschäften statt in Discountern zu kaufen führt nicht nur zu besseren Arbeitsbedingungen, sondern auch zu besseren Löhnen und u.U. auch zu Arbeitsplätzen in Europa.
Denn billig um jeden Preis, schadet der eigenen Wirtschaft, den eigenen Unternehmen und somit dem eigenen Arbeitsplatz ebenso, wie den Damen aus Bangladesch, die fast nicht von diesem kargen Lohn überleben können!
Es liegt an Ihnen ob Sie solche Geschäftspraktiken durch Einkäufe bei solchen Discountern weiter akzeptieren und fördern wollen oder ob Sie Produkte erwerben möchten, die nachhaltig (i.S. von ökologisch, ökonomisch aber auch und vor allem, human) produziert wurden. Sie entscheiden mit Ihrem Geldbeutel ob jemand leben darf oder sterben muss!
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Quellen:
[1] vgl. http://www.stern.de/wirtschaft/news/gerichtsurteil-kik-lohn-ist-sittenwidrig-622065.html
[2] vgl. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/personalfuehrung-beim-textildiscounter-kik-erst-ausspioniert-dann-rausgeworfen-1.978482,
vgl. http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-07/kik-mitarbeiter-spionage
[3] vgl. http://einzelhandel.verdi.de/unternehmen/kik
Aufmerksamkeit und Selbstverteidigung
Im vorherigen Beitrag sprach Charles C. Goodin davon, wie wichtig Aufmerksamkeit sei um ggf. einem Kampf aus dem Wege zu gehen.
Auch Marc "animal" MacYoung spricht davon, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein. Besonders, wenn man sich in anderen "Weltmodellen" befindet. Unter "Weltmodelle" versteht MacYoung die unterschiedlichen Sichtweisen nicht unbedingt auf die "Welt" sondern vielmehr auf Basis eines sozialen Hintergrunds. Auch wenn es mancher "West-Europäer" nicht verstehen kann und verstehen will, so sind bspw. die Geschlechterrollen in anderen Kulturen gleichgestellt. So wird in manchen Kulturen/Gesellschaften der Mann als Alpha-Tier gesehen, dem sich die Frau unterzuordnen hat und zwar unter allen Umständen.
Marc MacYoung schreibt in seinem Buch, das bspw. das fehlende Verständnis über die Rollenverteilung der Geschlechter zu ernsthaften Auseinandersetzungen führen kann. Wichtig ist dabei zu verstehen, dass man sein eigenes Weltmodell (wie bspw. Gleichberechtigung der Geschlechter) auf andere Kulturen oder gar Gesellschaftsschichten übertragen kann. Würde man dies versuchen, isoliert man sich von der dort vorherrschenden Meinung und greift u.U. ein dortiges Territorium an. Es ist wichtig, so MacYoung, sich bewusst zu sein, in wessen Territorium man sich aufhält und dann entsprechend mit den Wölfen heult, statt sich gegen sie zu stellen. [1]
Zum Thema Aufmerksamkeit schreibt "animal" folgendes:
"Die Aufmerksamkeit ist ein Geschöpf, das nur schwer festzunageln ist. […] Viele Leute geben darüber Sprüche ab, aber nur sehr wenig praktische Anwendbarkeit wird gelehrt. Nun, was ist damit gemeint? Ist es das Wissen? Sind es Meinungen? Gefühle? Das Denken? Was also?
Die Antwort lautet: Ja, alles davon und noch viel mehr. Falls ich eine Definition der Aufmerksamkeit abgeben müßte, dann würde es diese sein: Das Verständnis für das, was tatsächlich in Deinem Umfeld passiert, sowohl in Dir selbst als auch außerhalb, und wie das eine auf das andere einwirkt." [2]
"Der nächste Punkt ist ein guter alter Bekannter, die Aufmerksamkeit. Wenn Du Dich in anderen Weltmodellen befindest, mußt Du Dir per Sonarmessung einen tiefen Einblick verschaffen (Mach dies auch in Deinem eigenen, aber besonders bei anderen Weltmodellen.). Wenn Du eine ziemlich gute Vorstellung davon hast, wie ihr Weltmodell wirklich ist, dann halte inne und stelle Dir vor, wie Du etwas von ihrem Standpunkt aus sehen mußt. Verschaffe Dir einen schnellen Überblick über die Reaktionen, die Du erhältst. Falls sie negativ sind, verändere Dein Vorgehen. Du mußt die Verantwortung dafür übernehmen, wie Deine Handlungen und Worte auf andere wirken. Für diejenigen unter euch, die sagen "Es ist nicht meine Sache, mich darum zu kümmern, wie andere Leute reagieren", ist alles, was ich zu sagen habe: Bekomme ich Deine Stereoanlage?" [2]
Zu beachten ist, das Marc MacYoung zwei verschiedene Punkte miteinander verknüpft, über die so mancher sagen wird, dass dies ja eine Selbstverständlichkeit sei und deshalb überhaupt nicht erwähnt werden müsste, weil es ja jeder wisse. Deswegen wird es auch nicht in den Dôjô unterrichtet. Aufmerksamkeit und Selbstverteidigung bedingen einander!
"Selbstverteidigung ist das ständige Verbinden von mehreren unterschiedlichen Gesichtspunkten des Lebens. […] Es bedeutet, Deinen Mitmenschen so gut zu verstehen wie Dich selbst. Es bedeutet, zu wissen, wie Dein Gegner denkt und Möglichkeiten in Deinem Kopf abzuwägen. Es bedeutet, zu verstehen, daß Dein Gegner in seinen eigenen Augen sich nicht für einen schlimmen Typen hält und glaubt, daß Du das genausowenig tust. Wenn dies der Fall ist, warum bekämpft ihr euch dann? Du sagst: "Weil er mich angegriffen hat." Akzeptierst Du die Verantwortung dafür, daß Du vielleicht etwas getan hast, um diese Person zu reizen? Du hast vielleicht nach dem Weltmodell, in dem er operiert, einen schweren Fehltritt geleistet. Schlechte Neuigkeiten, Kinder: So weit es andere Menschen berührt, ist Unwissenheit keine Entschuldigung. Bist Du Dir seines Modells bewußt? Weißt Du, was die Folgen Deiner Handlungen sein werden?" [4]
"Aufmerksamkeit ist das Wissen, daß andere Weltmodelle neben Deinem existieren und daß diese Modelle weder richtig noch falsch sind. Sie sind eben vorhanden. Wenn Du weißt, dass die Realität davon abhängig ist, wer sie wie erlebt, bist Du eher dazu im Stande, die Wirklichkeit einer Situation zu erkennen." [5]
______________
[1] vgl. Billige Tricks, Hinterhalte und andere Lektionen, Ein grundlegendes Handbuch über die Selbstverteidigung und das Überleben, Marc "Animal" MacYoung, S. 118
[2] ebd. S. 69
[3] ebd. S. 118
[4] ebd. S. 70
[5] ebd. S. 70