Posts mit dem Label Wirtschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wirtschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 2. September 2010
We feed the world
Qualität hat ihren Preis! Und wenn das Auto ein spezielles Motorenöl benötigt, dann wird für das deutschen liebstes Kind tief in die Tasche gegriffen, damit auch ja das richtige Öl in der richtigen Menge eingefüllt wird.
Für uns, den westlichen Industrienationen, ist Luxus wichtig. Flatscreen TV (Flachbildfernseher), moderne, teuere Autos, teuere Reise aber auch Markenkleidung sind in den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten durchaus gängig um sich ggü. anderen abheben zu wollen. Das dies in fast jeder Gesellschaftsschicht stattfindet braucht nicht extra erwähnt zu werden. Was dem einen die "Levis" ist/war, ist dem anderen die "Rolex".
Und während wir gleichzeitig nach immer mehr Luxus streben und die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht (sei es innerhalb der eigenen Gesellschaft oder eben auf Kosten anderer Menschen in anderen Ländern bzw. Kontinenten -> vgl. Kik) scheinen sich viele Menschen nicht mehr über den Wert unserer Lebensmittel, das Benzin des eigenen Körpers, klar zu sein. Ähnlich wie bei Kik & Co. beuten wir lieber andere aus, damit wir neue "Billigprodukte" in uns hinein stopfen, die große Konzerne für uns produzieren. Konzerne und Unternehmen die statt Qualitätsware Zutaten austauschen und uns, den Verbrauchern, lieber den künstlichen Analogkäse statt echten Gauda zu verkaufen.
Ein Brötchen soll im besten Falle nicht mehr als 30 Cent kosten, 500g Putenschnitzel nicht mehr als 3 Euro. Entsprechend werden die Erzeugerpreise trotz Inflation niedrig gehalten während gleichzeitig das Einkommen der Landwirte sinkt. Sei es durch EU-Subventionen, sei es durch den Druck der Discountermärkte oder unser eigenem Kaufverhalten. Gilt doch seit langem das Motto: "Billig um jeden Preis". Das dieser Preis einen Einfluss auf unsere Gesundheit hat und wir die "Discount-Mania" u.U. mit unserem Körper bezahlen, ist uns scheinbar nicht bewusst.
Lassen Sie uns deshalb gemeinsam einen Blick in den nachfolgenden Film werden, der zwar weniger Action hat aber dafür vielleicht zum Nachdenken anregt.
Freitag, 6. August 2010
„Die KiK-Story“
Kaufen Sie gerne bei Discountern? Beispielsweise auch bei KiK, dem Discounter für Textilien?
Vielleicht haben Sie es bereits meinen Artikel zu Kik (auf meinem alten) Blog gelesen, in dem die gängigen Geschäftspraktiken aus dem Jahre 2008 beschrieben wurden. Wie bspw. Mitarbeiter in den Kik-Filialen körperlich, seelisch und auch in Bezug auf Leistung auspresst wie eine Zitrone (vgl. hierzu: http://www.free-blog.in/Reigi/72350/Billig+um+jeden+Preis.html).
Nachdem "die Welt" bereits 2008 die niedrigen Löhne (5,20 €/Stunde) angeprangert hat, wurde das Unternehmen vom Amtsgericht in Dortmund zur Anhebung des Lohnes verurteilt [1]. Doch die Vorwürfe gegen den Textildiscounter gehen weiter. So wird hinter vorgehaltener Hand aber zwischenzeitlich auch in den Medien von regelrechter Spionage berichtet, bei denen die Vermögensverhältnisse von Mitarbeiter regelrecht durchleuchtet sein sollten. Die Grundrechte wie bspw. der Datenschutz scheinen in der Unternehmensphilosophie nicht vorhanden zu sein [2]
Auch die Gewerkschaft Ver.di zeigte bereits im Oktober 2009 auf, wie schlecht Kik nicht nur mit den Mitarbeitern innerhalb der BRD umgeht, sondern auch mit den Mitarbeitern, den Näherinnen, in Bangladesch. Unbezahlte Überstunden, Misstrauen durch unangekündigte Kontrollen, sittenwidrige Löhne etc. sind nur einige Kritikpunkte am Unternehmen. [3] Doch hat Kik aus all' den Klagen etwas gelernt? Möchte Kik überhaupt etwas daraus lernen oder verfolgen sie weiter die bisherige Geschäftspolitik?
Der NDR hat nun in einer Reportage nachgeforscht, wie die tatsächliche Lage im Unternehmen aussieht und ob Kik die in der Vergangenheit ausgesprochene Kritik sich zu Herzen genommen hat. Doch sehen Sie selbst:
Ein Beitrag, bei dem einem die Worte im Halse stecken bleiben.
Kik, ein Unternehmen, welches mit "sozialer Verantwortung" wirbt, sich ethisch und moralisch jenseits der Grenzen des guten Geschmacks bewegt. Pseudo-Prominente, denen das Schicksal der Näherinnen aus der 3. Welt gleichgültig ist und die die Wahrheit nicht hören wollen. Stattdessen ist die Welt im Glamour des Luxus wichtiger als die eigene persönliche Verantwortung die man als prominente Werbefigur an den Tag legt. Die Wirklichkeit zu hinterfragen? Wieso auch? Man hat ja versichert, dass alles in Ordnung ist. Wie naiv muss man heute sein, wenn man glaubt, dass solche Billigpreise nicht durch Ausbeutung von Menschen zu erreichen sind?
Und was können wir als Verbraucher tun?
Wenngleich es sich für einige jetzt seltsam anhören mag. Aber sparen und nachhaltige Qualität in Fachgeschäften statt in Discountern zu kaufen führt nicht nur zu besseren Arbeitsbedingungen, sondern auch zu besseren Löhnen und u.U. auch zu Arbeitsplätzen in Europa.
Denn billig um jeden Preis, schadet der eigenen Wirtschaft, den eigenen Unternehmen und somit dem eigenen Arbeitsplatz ebenso, wie den Damen aus Bangladesch, die fast nicht von diesem kargen Lohn überleben können!
Es liegt an Ihnen ob Sie solche Geschäftspraktiken durch Einkäufe bei solchen Discountern weiter akzeptieren und fördern wollen oder ob Sie Produkte erwerben möchten, die nachhaltig (i.S. von ökologisch, ökonomisch aber auch und vor allem, human) produziert wurden. Sie entscheiden mit Ihrem Geldbeutel ob jemand leben darf oder sterben muss!
_______________
Quellen:
[1] vgl. http://www.stern.de/wirtschaft/news/gerichtsurteil-kik-lohn-ist-sittenwidrig-622065.html
[2] vgl. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/personalfuehrung-beim-textildiscounter-kik-erst-ausspioniert-dann-rausgeworfen-1.978482,
vgl. http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-07/kik-mitarbeiter-spionage
[3] vgl. http://einzelhandel.verdi.de/unternehmen/kik
Montag, 2. August 2010
Staat fordert Lohnerhöhung für den Bürger?
Wenn der Staat für den Bürger eine Lohnerhöhung fordert, sollte dies zum Nachdenken anregen. Welche Gründe sprechen dafür, dass ausgerechnet der Staat eine Lohnerhöhung fordert, aber selbst diese für die Staatsbediensteten meist immer mit dem "Totschlagargument" ablehnt, dass der Staat kein Geld in den Haushaltskassen habe. Und nun fordert er, der Staat, in einer freien Marktwirtschaft die Unternehmen auf, die Löhne zu erhöhen? Da bleibt doch nur eine Frage zu stellen, wo ist der Haken?
Dass der Staat gierig und sozusagen ein Nimmersatt ist, haben wir bereits in einem der letzten Blog-Beiträge erfahren. Und auch dieses Mal scheint das Kalkül mitzuspielen, wenn er – der Staat – sich so vehement für Lohnerhöhungen einsetzt und diese "verständnisvoll" befürwortet. [1] Denn der Staat hat letztlich ja auch etwas davon!
Sollten sich die Arbeitgeber und Arbeitnehmer tatsächlich auf Lohnerhöhungen einigen, so fließt ein beträchtlicher Anteil dieses erwirtschafteten Geldes in den Säckel des Vaters Staates. Und vielleicht haben Sie als Bürger noch das zusätzliche "Glück", die Steuerprogression mitzuerleben und so noch mehr zur Entschuldung des Staates beitragen.
Es ist wirklich ärgerlich. Jede Regierung sieht sich genötigt, dem Bürger tiefer in die Tasche zu greifen. Und dabei werden gerade jene nicht verschont, die kein mobiles Kapital haben. Also die Bürger, die sich ein Häuschen gebaut haben [2]
Dabei hat der Staat, wie man in den letzten Wochen und Monaten lesen konnte, kein Einnahmeproblem, sondern vielmehr ein Ausgabeproblem. Bereits im Juni 2010 bestätigte der Hauptgeschäftsführer des Industrie und Handelskammertages, Martin Wansleben, dass "der Staat […] in den nächsten fünf Jahren im Schnitt 33 Milliarden Euro mehr Steuern ein[nimmt] als in den letzten fünf Jahren." Dies sind rund 6,6 Mrd. € jährlich. [3] Hinzu kommt, dass sich die Konjunktur zwischenzeitlich insoweit erholt hat als dass die Belastungen, bei gleichbleibender Konjunkturentwicklung, für den Bundeshaushalt 2010 um ca. 13,4 Mrd. € geringer sind als angenommen. [4]
Wenn also der Staat Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmer propagiert, selbst aber Steuersenkungen trotz 20 Mrd. € Mehreinnahmen ablehnt, dann hat dies mehr als ein "Geschmäck'le". Hinzu kommt, auf jeden Euro Lohnerhöhung rund 50% Abgaben für den Bürger anfällt. [5] Betrachtet man dies näher, so wird deutlich, dass der Staat darüber hinaus weitere deutliche Mehreinnahmen generieren wird, die der Bundesregierung erneut nicht reichen wird. Der Grund ist einfach, subventioniert der Staat doch weiterhin Bereiche, deren regulierende Funktion äußerst zweifelhaft ist, den Staat aber jedes Jahr Millionen kostet. [6]
Betrachtet man rückblickend die Wahlversprechen der Regierungsparteien, wie beispielsweise eine Steuerreform, von welcher man sich nun doch weitgehend in der CDU, CSU und der FDP verabschiedet hat und liest einzelne Aussagen des CDU-Wirtschaftsrates, so fragt muss sich die Regierung (ebenso wie die Regierungen der vorherigen Legislaturperioden) zu recht fragen lassen, warum sie nicht auf einige Ratschläge von Wirtschaftsfachleuten hören?!
So sieht bspw. der Wirtschaftsrat der CDU Einsparpotential bis zu 156 Mrd. €. Alleine bei der Neugestaltung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes sieht Herr Kurt J. Lauk ein Einsparpotential von 12 Mrd. €. [7] Denn wieso muss "Trüffel" (nicht Pralinen) mit dem ½ Mehrwertsteuersatz belastet sein, ist dieses Produkt doch etwas für die Gesellschaft mit einem 6-stelligen Einkommen.
Betrachtet man all' diese Fakten aus einem anderem Blickwinkel, kann man erneut nur noch den Kopf schütteln, wie uns die Volksvertreter mit ihrem gönnerhaften tun Augenwischerei betreiben um von ihren eigenen und eigentlichen Zielen, "Staatssanierung durch Abzocke", ablenken.
[1] vgl. http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/08/02/lohnerhoehung-statt-steuersenkung/kampf-um-loehne-entbrennt-wirtschaftsweise-fordert-drei-prozent-mehr.html
[2] vgl. Wirtschaftswoche 31/2010
[3] http://www.n-tv.de/politik/Koalition-spitzt-den-Rotstift-article907290.html
[4] vgl. http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/staatskasse-profitiert-vom-boom-436896/
[5] vgl. http://www.abendblatt.de/hamburg/article1485285/Der-Staat-hat-kein-Einnahmeproblem.html
[6] vgl. http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/das-ueberfluessige-geschaeft-mit-dem-branntwein-monopol-435688/
[7] vgl. http://www.tagesschau.de/inland/sparpaket132.html
Samstag, 31. Juli 2010
Wirtschaftswoche – Gier ohne Grenzen
Noch nicht ganz ein Jahr ist die neue Regierung an der Macht. Und was wurde im Vorfeld alles versprochen! Steuersenkungen, ein gerechteres Steuersystem und und und. Doch wie es tatsächlich aussieht, schreibt Roland Tichy in seinem aktuellen Beitrag in der Wirtschaftswoche (Ausgabe 31/2010) bzw. im Blog der Onlineausgabe unter: http://www.wiwo.de/blogs/chefsache/2010/07/31/gier-ohne-grenze/
Abonnieren
Posts (Atom)